Tag 5: Vom Sporthotel ins gemütliche Bungalow

Um halb 10 ist es Zeit das Auto wieder von der Ladestation abzuholen. Team 2 fährt Remo und die anderen Fahrer zu ihren Fahrzeugen. Hoffentlich gab es in der Nacht keinen Unterbruch der Ladung und das Auto konnte sich voll laden. Er kommt mit 100% Akku zurück, parkt das Auto vor dem Hotel und wir können noch einmal 2 Stunden schlafen. Ausgeruht und ausgeschlafen fahren wir kurz nach 12 Uhr los in Richtung Hetta, wo wir als nächstes übernachten.

Zwischenladen können wir in Sirrka. Das ist ein herziges Örtchen wo man sich vorkommt, als wäre man in den Skiferien. Während das Auto lädt, wärmen wir uns zusammen mit Peer in einem gemütlichen Restaurant bei Kaffee und Kuchen auf. Wir bestellen uns jeweils einen Schokokuchen mit Schokomousse. Währenddessen stossen noch Jann und das Team 4 zu uns an den kleinen Tisch (der so klein ist, weil die Servierdame „nachschauen musste“, ob wir an einem Tisch Platz nehmen können, weil alles reserviert ist. By the Way sind wir die fast einzigen im Restaurant, aber macht ja nix). Nach dieser halben Stunde, schauen wir ob unser JAC e-S2 vollgeladen ist. Etwa achtzig Prozent sind bereits wieder geladen und wir machen mit Peer aus, den CCS-Lader, den wir auf unserer Rückbank haben, auszuprobieren, weil er bisher leider nicht so funktioniert hat, wie er soll. Nach langem Herumprobieren und Umrangieren im Schnee, funktioniert der Lader und wir machen uns startklar für die nächste Etappe. Und zwar zum nächsten Ladepunkt, der laut Karte mitten im Nirgendwo ist. Dort wartet ein leckeres Abendessen auf uns im Lapplandhotel Olos. Wir kommen rechtzeitig an und können sogar alle Autos direkt hinter dem Restaurant laden. Vor dem Essen haben wir auch noch Zeit, uns in einem weihnachtlich eingerichteten „Wohnzimmer“ vor dem Kamin zu entspannen. Das ist ein kleiner Couchbereich vor der Rezeption und wirklich schön gestaltet. Es ist tatsächlich das erste Mal, dass alle Teilnehmer gemeinsam darauf warten, zu Abend essen. Es gibt vier ausgezeichnete Gerichte, die, wie ich finde, mit viel Liebe zum Detail zubereitet werden. Einmal Rentiergeschnetzeltes mit Kartoffelstock, einen Burger mit einem Rentierpatty und Pommes Frites, zart gebratenen Lachs und ich glaube noch Rentiersteak. Das Essen ist wirklich sehr lecker und Freundlichkeit, sowie Kundenservice wird hier gross geschrieben.

Nach unserem gemütlichen Aufenthalt in diesem Restaurant/Hotel, gehen wir zu unseren Autos und fahren langsam weiter. Bevor wir jedoch in unser Hotel fahren, gehen wir und Team 4 noch einmal Zwischenladen, da wir noch nicht wissen, ob wir beim Hotel laden können. Damit wir morgen die lange und anstrengende Etappe meistern können, ist es wichtig, dass wir vollgeladen sind. Wir laden das Auto voll und machen uns auf den Weg ins Lappland Hotel in Hetta. Unterwegs sehen wir plötzlich zwei grosse Haufen auf der Gegenfahrbahn. Remo bremst ab, um sehen zu können was da liegt. Langsam rollen wir der Strasse entlang, dass wir nicht plötzlich ausrutschen oder etwas ähnliches passieren kann. Schnell wünschen wir uns, dass wir einfach nur durchgefahren wären, anstatt genauer hinzuschauen denn; vor unseren Augen liegt ein totes Tier. Es ist ein halbiertes Rentier und leider können wir viel zu viel sehen. Es sieht echt übel aus. Die Blutlache zeigt, wo es wohl zum Zusammenstoss kam. Remo fährt schnell wieder los und löst seinen Blick von dem Rentier. Ich muss mich echt zusammenreissen, dass ich mich nicht übergeben muss. Durch meine Lehre bei der Bahn, habe ich ja schon vieles gesehen, aber so etwas ekelhaftes und brechreizerregendes habe ich noch nie gesehen. Remo braucht fünf Minuten, um mich zu Atem zu bringen, weil ich so angeekelt bin. Igitt!

Der Rest der Fahrt verläuft reibungslos. Im Hotel angekommen, laden wir den JAC e-S2 an einer normalen Schukosteckdose (Einsteckmöglichkeit für die Benziner im Norden, um das Öl in Bewegung zu halten, dass es im Motor nicht einfriert und das Auto zu einem Totalschaden macht). Das reicht, um über die Nacht die Batterie komplett zu füllen. Anschliessend führt Jann uns in unser Bungalow, in dem bereits Team zwei und Alfred aus Team drei am Schlafen sind. Deshalb müssen wir sehr leise unser Bett zusammenstellen. Nachdem wir alles bettfertig gerichtet haben, ziehen wir uns um, stecken unsere Handys an das Ladekabel, ziehen die Weihnachtsbaumbeleuchtung aus der Steckdose, stellen einen Wecker und gehen ins Bett. Na dann, gute Nacht.

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